Die kurze Winterpause ist vorbei! Zum Rückrundenauftakt startete das neue Jahr 2026 gleich mit einem brisanten Nachbarschaftsvergleich: Ingolstadt war zu Gast in unserer rot-weißen Heimspielstätte. In der Vorbereitung schlug die Jahnelf in zwei Testspielen zunächst die WSG Tirol, dann die SpVgg Fürth mit jeweils 2:0. Spielerisch machten beide Vorbereitungspartien ordentlich was her, weshalb wir frohen Mutes in das Donau-Duell gingen. Seit 2013 konnten die Schanzer nicht mehr gegen uns gewinnen. Entsprechend war der Wunsch eines jeden Jahn-Fans, diese positive Serie weiter fortzusetzen. Beim Hinspiel zum Saisonstart im August 2025 verhinderte unsere Jahnelf die Niederlage erst mit der allerletzten Aktion, was für absolute Ekstase bei allen Regensburgern sorgte. Unsere Truppe erkämpfte sich am letzten Spieltag des vergangenen Jahres in Cottbus nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt, während sich die Schanzer ebenfalls mit einem 2:2 von Mannheim trennten. Ein paar Tage vor diesem Heimspiel kam es zum Paukenschlag: Oliver Hein trat aus persönlichen Gründen mit sofortiger Wirkung als Vorstandsvorsitzender des e.V. zurück. Zudem verlängerte KG-Geschäftsführer Philipp Hausner seinen bestehenden Vertrag.
Am frühen Nachmittag machten wir es uns in einer gemütlichen Kneipe in der Regensburger Innenstadt gemütlich, um uns auf den gegebenenfalls brisanten Spieltag einzustimmen. Kurz bevor wir am Jahnstadion ankamen, wollte uns die Staatsmacht an einer Ampel direkt vor der Heimspielstätte plötzlich den direkten Zugang zum eigenen Stadion mithilfe einer Bullenkette versperren, was in unseren Reihen für große Verwunderung sorgte. So mussten wir gezwungenermaßen auf den Fußgängerüberweg an der Lichtzeichenanlage verzichten und die hochfrequentierte Franz-Josef-Strauß-Allee überqueren. So stolzierten wir nur wenige Meter neben der Polizei-“Sperrung“ ohne Probleme zum Spielort. Starke Leistung des Einsatzleiters auf jeden Fall. Regensburg verdiente an diesem Tag eher den Namen Nebelsburg. Die dichte Nebelsuppe hatte allerdings auch etwas Positives: So mussten wir den trostlosen Haufen im gegenüberliegenden Gästeblock wenigstens nicht betrachten. Abgesehen von jeglicher Rivalität: Der Gastauftritt der Schanzer, die von einer Abordnung von befreundeten Fußballzuschauern von Wehen Wiesbaden unterstützt wurde, ist wirklich keine größere Textpassage wert. Die Hans-Jakob-Tribüne war bei diesem Flutlichtduell schnell auf Betriebstemperatur, auch wenn wir an diesem Spieltag keine großen Bäume ausreißen konnten. In S2 wurde dem zurückgetretenen Vorstandsvorsitzenden Oli Hein im Laufe der Partie mit einem „Danke für deinen Einsatz, Oli“-Spruchband gedankt. Leider müssen wir in diese Zeilen auch auf das Sportliche eingehen. Eigentlich startete die Partie gar nicht mal so schlecht. In der zwölften Minute hätten unsere Rothosen nach einem Eckball gut und gerne den Führungstreffer erzielen können. Ingolstadts Schlussmann sicherte das Leder allerdings im Nachfassen. Der FCI machte es dann in der 20. Spielminute besser und verwertete eine Freistoßflanke äußerst gut. Nur drei Minuten später mutierte Jahn-Verteidiger zum Gegenspieler und hatte großen Anteil am Führungsausbau der Schanzer. Was für ein Stümpertor. Es ist uns absolut schleierhaft, wie man sich als Profimannschaft in dieser Situation defensiv so anstellen kann. Das war schlichtweg peinlich. Besser verteidigt wurde natürlich auch Ingolstadts dritter Streich nicht. Bei diesem 0:3 blieb es dann auch. Naja, irgendwann wird es schon wieder besser werden und Konstanz einkehren.
Ingolstadt holt somit den ersten Sieg gegen unseren Traditionsverein seit mehr als 13 Jahren, und das leider mehr als verdient. Der gesamte Auftritt der Jahnelf glich einem Offenbarungseid: zu wenig Einsatz, keinerlei Torgefahr und dazu haarsträubende Fehler, die zu den Gegentoren führten. Harter Tobak für Jahnliebhaber. Und das gerade in diesem wichtigen Spiel. Wir würden lügen, wenn uns diese klare Niederlage nicht fuchst, allerdings stehen in dieser Saison noch einige weitere herausfordernde Aufgaben an, weshalb der Blick sofort wieder nach vorne gehen muss. Am kommenden Samstag geht unsere Reise nach Duisburg, zum aktuellen Zweitplatzierten. Es wird also keinesfalls leichter! Lasst uns am Samstag den MSV ärgern und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln!
Alles für die Jahnelf!
~ Castra Regina Invicta