Hurra, Hurra, die Rengschburger sind da! Das Viertelfinale des bayerischen Landespokals stand auf der Agenda. Bekanntlich durften wir mal wieder im 2010 eröffneten Ingolstädter Sportpark, der seit Baufertigstellung liebevoll den Sponsorennamen des in Ingolstadt ansässigen Automobilunternehmens trägt, unsere Jahnelf unterstützen. Gut 1.500 Jahnfans ließen sich diesen Kick nicht entgehen, insgesamt waren gut 4.000 Zuschauer im Stadion der selbsternannten Ingolstädter Donaumacht. Im Verbandspokal-Achtelfinale der Saison 2023/2024 trafen wir letztmals im Landespokal auf die Schanzer. Bedauerlicherweise zogen wir damals im Elfmeterschießen den Kürzeren, weshalb die Pokalreise für uns vorzeitig endete. Schon zum Saisonauftakt im diesjährigen August ging es um die Vorherrschaft an der Donau. Mit der allerletzten Aktion der Partie konnte die Jahnelf den Oberbayern den Sieg doch noch entreißen und startete mit einem verdienten Punktgewinn in die laufende Drittligasaison.
Wie schon beim Ligaspiel organisierten wir einen eigenen CRI-Bus. Alle Mitfahrenden wurden mit den typischen Kaltgetränken und warmen Leberkassemmeln, die unser Chefkoch zauberte, verpflegt. Im Stadion angekommen, begrüßten wir die Ingolstädter „Heim“kurve mit einem freundlichen „Heimspiel“-Schlachtruf. Jedes Wort, was wir über den Heimauftritt verlieren würden, wäre eins zu viel. Die Donaumacht war nicht einmal in der Lage, ihren aufgrund der vorhandenen Blockfahnen eh schon mickrigen Stehbereich zu füllen. Erwähnenswert ist dennoch eine hinter dem Leitbanner „Ultras Ingolstadt“ durchgeführte Pyroaktion, bei der schwarzer und roter Rauch gezündet wurde. Zudem waren ein paar Blinker im Einsatz, die etwas erstrahlende Bewegung in den trostlosen Heimbereich brachten. Die gesamten 90 Minuten waren die Fernglas- und Kamerabullen damit beschäftigt, den Regensburger Gästeblock zu durchleuchten. Bitte lächeln! Wie für den Landespokal üblich, hing am Zaun des Gästebereichs ausschließlich der „Nur einmal international“-Fetzen. Die mitgereisten Jahnfans hatten richtig Bock auf diesen fußballerischen Volkssportabend, weshalb die Stimmung im Großen und Ganzen lobenswert war. Erfreulich war zudem die Rückkehr des verletzten Christian Kühlwetter, der bisher einen Großteil der bereits gespielten Saison verpasste. Die Jahnelf startete erneut gut in die Partie und erspielte sich die ein oder andere Tormöglichkeit. Etwas Glück hatten wir allerdings auch: Ingolstadt ließ die nach einer guten Viertelstunde die sichere Führung liegen, als Costly kläglich an Gebhardt scheiterte. Puh! Auf der Gegenseite verfehlte Jahn-Akteur Oliveira zunächst das Gehäuse. In der 33. Minute war es dann aber so weit: Bauer brachte Rot-Weiß in Front. Ab Minute 66 wurde es für unsere Rothosen etwas komplizierter. Eichinger musste mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen, wodurch Ingolstadt immer mehr auf den Ausgleich drückte und den Rückstand aus der ersten Hälfte nur sieben Zeigerumdrehungen nach dem Platzverweis egalisieren konnte. Irgendwie rettete sich unsere Truppe am Ende ins Elfmeterschießen. Jahn-Schlussmann Gebhardt mutierte wie schon gegen Ansbach zum Elferkiller. Die ersten beiden Schüsse parierte der gebürtige Lörracher überragend. Alle rot-weißen Schützen trafen zunächst. Somit hatte Strauß den stressfreien Halbfinaleinzug auf dem Fuß. Allerdings scheiterte er am Schanzer Keeper, weshalb das Stresslevel im Gästeblock wieder leicht anstieg. Für die Erlösung sorgte dann endlich Bauer, der mit einem nahezu perfekten Elfer pure Regensburger Ekstase auslöste. Anschließend feierten wir gemeinsam mit der Mannschaft am Zaun und dachten direkt an das mögliche Derby gegen Burghausen in der nächsten Runde.
Das Halbfinale ist erreicht! Am Montag, den 15.12.2025 wird die Runde der letzten Vier ausgelost. Am Dienstag nach diesem nervenaufreibenden Sieg konnten sich auch die Wackerschweine gegen Unterhaching, ebenfalls im Elfmeterschießen, durchsetzen. Das Derby ist weiterhin möglich! Neben unserem geliebten Traditionsverein und den verhassten Burghausenern sind noch 1860 und die Kickers aus Würzburg im Lostopf. Bis auf 1860 alles enorm reizbare Vereine, auf die wir eben nicht gefühlt zwanzig Mal in der Saison treffen. Ey, BFV! Mach‘ es endlich möglich! Gebt uns das Derby! Das letzte Aufeinandertreffen mit BGH fand am 16.04.2016 am 29. Spieltag der Saison 2015/2016 in der Wacker-Arena statt. Damals köpfte uns Abwehr-Hüne Palionis in der 77. Spielminute zum Derbysieg. Am kommenden Samstag treffen wir in der Ferne auf die Alemannia aus Aachen. Mobilisiert eure Leute und lasst uns gemeinsam einen enorm wichtigen Auswärtsdreier einfahren!
Alle nach Aachen!
~ Castra Regina Invicta